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In my father's den
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Originaltitel: | In my father's den |
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| Genre: | Drama - Film-Homepage | |
| Release-Datum: | 10. November 2005 | |
| Regisseur: | Brad McGann | |
| Schauspieler: | Mathew MacFadyen, Emily Barclay, Miranda Otto, Colin Moy, Jodie Rimmer | |
| Für Reiche: | DVD | |
| Autor: | Pablo | |
| Kurzkritik: | Thriller im Drama-Gewandt, der mit seiner clever verschachtelnden Story, schönen Gedichten, cooler Musik und dem schönen Neuseeland zu begeistern weiß. |
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| Tagline: | Who you set out to be isn't always who you become. |
| Inhalt: | Paul (M. MacFadyen) kehrt, anlässlich der Beerdigung seines Vaters, zum ersten Mal seit Jahren in seine Heimat Neuseeland zurück. Er ist ein bekannter, aber einsamer und von seinem Job ausgebrannter Kriegsfotograf. Durch die Rückkehr in seine Heimatstadt trifft er neben seinem Bruder Andrew (C. Moy) auch auf seine Jugendliebe Jackie (J. Rimmer) und deren 16 Jährige Tochter. Doch Jackie hat einen Freund und mit seinem religiös-zurückgezogen lebenden Bruder streitet sich Paul bei eigentlich jeder Begegnung. Allein mit Jackies Tochter Celia (E. Barclay) scheint Paul etwas zu verbinden. Als man Paul dann anbietet in der örtlichen Schule zu unterrichten, nimmt er an und zieht in das Haus seines Vaters. Er richtet sich dort einsiedlerisch ein, unternimmt jedoch immer häufiger etwas mit Celia. Diese ist eine seiner Schülerinnen, auch etwas eigenbrödlerisch, wissbegierig und für ihr Alter erstaunlich nachdenklich und poetisch. Eigentlich passen die beiden gut zusammen. Doch infolge von Pauls Rückkehr kommt Vergangenes wieder hoch und dann verschwindet auch noch Celia... |
| Kritik: | Gebt's doch zu: So wie niemand zuvor gedacht hätte, dass sich ein PFNA-Mitglied die Haare abrasieren lässt, hätte bis heute auch niemand mehr gedacht, dass es nochmal eine neue Filmkritik auf PFNA geben würde, die nicht aus Stephans Feder stammt...
Doch hier ist der Beweis, dass auch wir anderen Zugang zum Kritikenmanagement haben. Bleibt nur noch die Frage, wie der Pablo dazu kommt auf einmal ne Kritik zu schreiben? Nun: 1. Es sind Osterferien. 2. Sollte ich eigentlich an meiner Hausarbeit sitzen. 3. Hat Stephan ja die Kurzkritiken eingeführt, die es mir erlauben eine akzeptable Kritik in weniger als 6h zu schreiben. 4. Ist der besprochene Film verdammt gut und 5. leiste ich mit dieser Kritik auch einen bescheidenen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung von PFNA, da diese Kritik eine der wenigen deutschsprachigen sein wird. Denn leider, und damit nähern wir uns langsam dem eigentlichen Film, ist „In my father's den“ (noch?) gar nicht in Deutschland veröffentlicht worden. Dank des Tipps meiner spanischen Mitbewohnerin Sabela habe ich mir den Film aber am gestrigen Freitag aus der Videothek unseres Vertrauens ausgeliehen. Wie sich herausgestellt hat, hätten wir den Freitag Abend nicht besser nutzen können! Nun, machen wir es kurz: ein unglaublich guter Film. Klasse Schauspieler, allen vorran die beiden Hauptdarsteller Mathew MacFadyen und Emily Barclay. Doch das wäre nur die halbe Wahrheit, denn „In my father's den“ macht es gerade aus, dass die Nebendarsteller (z.B. Miranda „Eowyn“ Otto) sich allesamt nicht hinter den beiden Hauptdarstellern verstecken müssen. Auch deren Rollen sind schauspielerisch herausfordernd, da die Nebencharaktere nicht nur Stichwortgeber sind, sondern eigene Geschichten vorzuweisen haben – eine nicht zu unterschätzende Leistung von Brad McGann, der sich neben der Regie auch für das Drehbuch verantwortlich zeigt. Auch die Geschichte ist fein säuberlich entworfen. Dabei greift sie auf den, in letzter Zeit sehr populären, puzzleartigen Erzählstil zurück (für mich hat Memento da den Anfang gemacht). Dies ermöglicht dem Film einen richtig guten Spannungsbogen aufzubauen mit ein, zwei Überraschungen im Film – teils absehbar, teils nicht (nun gut, es gibt immer Klugscheißer, die alles schon haben kommen sehen...). Zumindest ist man während des ganzen Films dabei das Puzzle zusammenzulegen, was wahrlich keine einfache Aufgabe ist. Aber schlussendlich kriegt man sie dann doch zusammen und die Story weiß gerade mit diesem Mittel über die ganzen 2h 8 min zu fesseln und in einigen Szenen gar wahre „Schönheit“ zu entfalten. Klingt ziemlich pathetisch, ich weiß, ist aber so: Cilias Stimme aus dem Off liest eines ihrer Gedichte vor und dazu die schöne Landschaft Neuseelands – das kann man nicht anders nennen. Weniger schön hingegen ist die Gürtel-Sexszene (zwar kurz und nur verschwommen zu sehen, aber trotzdem übel) – aber vielleicht hat auch sie ihren Wert für die Einschätzung Pauls durch den Betrachter. Hilft ja nix sowas nur zu tabuisieren... Ach ja, bevor ich es vergesse noch was zur Musik: Phantastisch! und da ich mich gerade an Martin A. Worte nach irgendeiner Sneak erinnere ("Ein Film steht und fällt mit seinem Soundtrack") steht dieser Film sehr aufrecht! Besonders Patti Smith hat was... Tja, nach all dem Lob bleibt nur noch eins zu sagen: hoffentlich findet sich in Deutschland bald ein Verleih für den Film, damit ihr den alle gucken könnt, ohne die teure Import-DVD organisieren zu müssen... |
